1200 Bälle

... für Spiel, Spaß und eine gute Sache

Der Profiler Lothar Vollbrecht

Wer am Gänseturnier in diesem Jahr teilgenommen hat, ist bereits bestens in die Aktion - "Bälle zurück an den Golfer"  bzw. Found-Ball-Tournament eingeweiht.

Für alle anderen haben wir hier noch einmal die Infos zur Aktion.

Im Laufe des Jahres hat Lothar ca. 1200 Bälle gefunden, gereinigt, gelüftet, poliert und zu bunten Tüten zusammen gepackt. Jede dieser Tüten hat ein Gewicht von ca. 1,5 Kg und die Schnellrechner wissen sofort- aha, bei einem Ballgewicht von ca. 45 Gramm pro Ball, befinden sich ca. 30-33 Bälle darin.

Lothar packte insgesamt 41 bunte Tüten, welche für 25 € erworben werden können.

Mit dem Erwerb einer Balltüte erhält der Golfer einen Voucher. Mit diesem Voucher ist er am FOUND-BALL-TOURNAMET spielberechtigt und muss keine weiteren Gebühren zahlen. Mit etwas Glück bekommt man auch tatsächlich den einen oder anderen persönlich verspielten Ball zurück.

Das Turnier wird im Februar/März stattfinden. Der Termin und der Spielmodus wird rechtzeitig bekannt gegeben. In Planung ist in jedem Fall ein Turnier, dass allen Spielstärken eine reale Chance auf den Sieg einräumt. Hierfür wird es für jede Handicapklasse eine eigene Zielsetzung geben.

Sollte ein Besitzer eines Vouchers verhindert sein, kann er die Spielberechtigung auch übertragen.

Von diesen 25 € pro Tüte werden 5 € für die Jugendarbeit im Club gespendet - also für eine gute Sache. Einige Erwerber haben großzügiger Weise sogar mehr für die Balltüte bezahlt. Der komplette Mehrbetrag fließt natürlich ebenfalls in die Jugendarbeit.

Vielen Dank allen Erwerbern!!

Jetzt heißt es schnell sein und die letzten Tüten sichern. Bitte hierfür per Mail oder Telefon im Club oder direkt bei Lothar Vollbrecht oder der PR Abteilung melden.

Hier zum Statement von Frank Stöbel - Jugendwart

Die wissenschaftliche Ausarbeitung von Lothar könnt ihr hier nachlesen:

 

Ball-Profiling

eine etwas andere Betrachtung der zu Ende gehenden Golfsaison von Lothar Vollbrecht

Leider ist sie wieder viel zu schnell zu Ende und hat neben Leid hoffentlich auch viel Freude bereitet – die Golfsaison 2016!

Was hatte man sich nicht alles vorgenommen: intensiv das kurze Spiel üben, das Putten in Richtung 100 %-Erfolgsquote verbessern, die Drives häufiger auf den Fairways landen lassen und an der mentalen Stärke sowie körperlichen Fitness arbeiten ☺!!!

Nicht selten dürfte als Basis dieser guten Vorsätze die eine oder andere ausbaufähige Statistik des eigenen Spiels aus dem Vorjahr als Vergleich herangezogen oder Lehrfilmmaterial aus dem Internet bemüht worden sein. Vielleicht wurde sogar mal bei völliger Verzweiflung Bares in eine Trainer-stunde investiert, um dann endlich ein AHA-Erlebnis zu erfahren oder aber feststellen zu müssen, dass die eigenen motorischen Fähigkeiten nicht mit den Theorien so manch eines Golf-Gurus in Einklang zu bringen waren.

Die Statistiken zu getroffenen Fairways, Greens in Regulation und die Putt-Durchschnittswerte belegen die eigene Entwicklung und Lernschwäche zur Qualität des Golfspiels schonungslos und sollten ab sofort ernsthaft das Gedankengut bis zum Start in die neue Saison beschäftigen oder aber man akzeptiert einfach die persönlichen Gegebenheiten des Körpers und des Geistes.

Wer aber nach Antworten für unbefriedigende Turnierrunden sucht und diese Antworten nicht darin findet, dass es an den Flightpartnern lag, die ein schlechtes Karma versprühten, noch an den Unbilden des Huder Wetters und letztlich auch nicht an den vielen Startzeiten vor 12.00 Uhr, die nicht mit dem eigenen Bio-Rhythmus kompatibel waren, der muss Grenzbereiche bemühen, da es mit Erklärungsansätzen langsam eng wird. 

Man könnte noch das Wort Pech bemühen oder sich mit dem Equipment befassen, wenn dieses vielleicht nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entspricht und schon das Stadium der Materialermüdung überschritten hat. Da erkennt der Analyst Potential für die nächste Saison -gerade jetzt, wo das Weihnachtsfest ja nicht mehr ganz so weit entfernt ist-  ggf. Gedanken Richtung Fitting oder die komplette Neuausrüstung auf Wunschzetteln frühzeitig mehr als einmal an geeigneter Stelle (Frau/Mann/Freundin/Freund/Eltern/Großeltern, etc.) in Gesprächen einfließen zu lassen.

Zuvor aber ACHTUNG!! bevor man die " Wunschzettel-Variante " anwendet:

Mir ist in der Nachbetrachtung und Analyse der Saison noch ein weiteres -wohl nicht selten oft unterschätztes- Kriterium für schlechtes oder gutes Spiel aufgefallen: der gespielte Ball.

  • Vorausgeschickt wird, dass Ich hier relativ schmerzfrei bin, denn i c h fühle keine Unterschiede, wahrscheinlich, weil ich doch eher zur großen Golferkategorie der Grobmotoriker und weniger zu denen der Filigrantechniker gehöre  ☺.

Wer so viele Runden in einer Saison dreht wie ich, reagiert fast lethargisch, wenn hin und wieder die Augen den einen oder anderen Ball erspähen, der sich unter den Zweigen von Nadel- und Laubbäumen, im hohen Gras oder am Rand von Schikanen (hier: Gewässer, Ausgrenzen) der Spielfortsetzung entzogen hatte. Manchmal war es zugegebenermaßen auch die Suche nach dem eigenen Ball, die dann nicht selten „wahre Schätze“ ans Licht förderte (dazu das Zitat eines Golfballverlierers unseres Clubs: "Wenn du meinen Ball gefunden hast, kann dein Schlag aber auch nicht so toll gewesen sein").  

Wenn man die jeweiligen Auffindeorte und Individualmerkmale dieser Fundbälle analysiert, sie also in Abhängigkeiten und Korrelationen bringt, werden Charakteristika, Einstellungen zum Spiel und Grundwerte erkennbar, die Beleg dafür sein können, warum es mit dem eigenen Spiel nicht so vorangeht, wie es sich wohl die Mehrheit der Golfer/-innen wünscht.

Hier setzt das konkrete Profiling zum Thema „GolfBall“ an!!! und kann mit folgenden -fast wissenschaftlich belegbaren- prägnanten Auffälligkeiten zu spielbeeinflussenden Besonderheiten testiert werden.

 

1. Die Beschriftung oder Markierung des Balles

Fast alle Ballmarken haben produktionstechnisch schon Markierungen, die zweifelsfrei hilfreich sein können -insbesondere wohl beim Putten- die Richtung vorzugeben. Es spricht ja auch grundsätzlich nichts dagegen, diese Markierungen noch individuell zu ergänzen!

Ich breche jetzt an dieser Stelle schon mal eine Lanze für unsere Golferinnen, unsere Ladies. Keine Frau würde ihren Ball mit so viel Missachtung strafen, wie es eine Reihe von Golfern exzessiv auslebt. Gemeint sind hier nicht die teilweise komplett vorzufindenden Namenszüge auf den runden Kugeln (nur die Adresse fehlt noch!!), das werte ich nur als klare Ansprache an den Finder, dass man seinen Ball bitte zurückhaben möchte. Ob die Namenszüge dann allerdings so übertrieben groß geschrieben werden müssen, dass kaum noch die Ball-Marke erkennbar ist (☺), mag jeder für sich bewerten. Frauenmarkierungen sind im Vergleich durchgängig dezent, zeigen ein anderes Grundverständnis zum Objekt Ball. Da wird auch schon im Spiel -wahrscheinlich aus den hausfraulichen Grundelementen abgeleitet- mehr gewischt, gescheuert und frühzeitig ausgetauscht, bevor -wie bei männlichen Golfern- der Ball schon wegen seines Aggregat-Zustandes (z. B. aufgrund von Schmutzanhaftungen aus der vorherigen Runde) kaum noch ballistisch auf erhoffter Linie sein Ziel finden kann.

Was ich noch elementarer für spielbeeinträchtigend halte, sind die vielen Runen, Hieroglyphen und Codes, die teilweise sogar in Kombination auf Bällen vorzufinden sind. Mir bleibt es unverständlich, wie man sich auf einen Schlag/Schwung vorbereiten kann, wenn insbesondere die Augen solche Datenmengen innerhalb weniger Sekunden verarbeiten müssen. Ähnlich verhält es sich mit Bällen, die man sich aus Urlauben mitgebracht hat und dann im Turniergeschehen einsetzt. Mit dem Logo eines Urlaubdomizils vor Augen wird die Konzentration des Golfschwungs negativ beeinflusst, was ich ebenfalls annehme, wenn man Herz- oder Totenkopf-Logos verwendet, was einerseits auf „Hummeln im Bauch“ und im anderen Fall auf übersteigerte Aggressivität schließen lässt. Beide Gemütsverfassungen haben in einer vorgabewirksamen Golfrunde wenig zu suchen. 

Die Erkenntnisse zum Detail Beschriftung/Markierung sollen an dieser Stelle genügen, wären im Tenor aber noch beliebig erweiterbar.

2. Die Ballmarke

Die Auswertung der gefundenen Bälle zeigt es überdeutlich. Die Qualität der Marke Callaway oder Titleist wird überbewertet!! ☺, da ca.  30 % der Bälle aus dem Fund-Kontingent von diesen Herstellern stammt.

Vielleicht bietet es sich da doch eher an, Bälle der Marken    VOIT, HICKORY, KENTON oder CRANE zu benutzen, da diese bessere Flug-/Rolleigenschaften zu haben scheinen, sind sie doch nur mit ca. 5 % bei den Fundsachen vertreten.

Ein absolut nicht zu empfehlender Ball ist die Marke mit dem Logo „Driving-Range“, habe ich doch in der Saison sage und schreibe 24 Bälle dieser Marke auf unserer 18-Loch-Anlage gefunden, größtenteils im Bereich von Gräben und Gewässern. Mir drängt sich bei Kartografie der Balllagen auf, das auch hier eher die Golfer männlichen Geschlechts bevorzugt diese Marke spielen, vielleicht ja, weil man sich diese fast kostenneutral auf jeder Golfanlage zueignen kann. (zur Erklärung: Zueignung ist Bruch fremden Gewahrsams und Begründung neuen Gewahrsams, um sich dadurch einen Vermögensvorteil zu sichern = Diebstahl nach dem Strafgesetzbuch). Ich wage es kaum, dieses Thema weiter per Profiling  zu vertiefen, denn sonst könnte leicht der Schluss folgen, dass diese Golfer ggf. auch für die vielen nicht zurückgelegten Divots und zurückgelassenen Pitchmarken verantwortlich sind. Lassen wir es daher!

Zu einer Marke fehlt mir ein schlüssiger Erklärungsansatz, da hier zu viele offene Fragen bleiben. Gemeint ist ein Ball der Marke Bridgestone mit dem Zusatz des Logos “Golfhouse“. Die Mehrzahl dieser Bälle, die sich auch mit hohem Anteil im Fundus der untersuchten Bälle befinden, ist nahezu neuwertig, so dass sich für mich der Verdacht erhärtet, dass hier bewusst Bälle auf der Anlage „hinterlegt“ werden, um immer wieder diesen Golfsportausstatter in Erinnerung zu bringen. Ich frage mich nur, warum man -sollten meine Schlüsse folgerichtig sein- diesen Werbegedanken nicht anders auslebt und die Bälle vermehrt vor Turnieren an alle verteilt, da ansonsten doch so mancher Golfer und insbesondere unsere Golferinnen nicht in den Genuss dieser Werbegaben kommen, da sie seltener das Fairway verlassen und wenn doch, aus Angst vor Zecken lieber einen neuen Ball ins Spiel bringen. Sollte meine Golfhouse-Theorie nicht stimmen, bleibt eigentlich nur, dass vielleicht jemand oder eine kleine Gruppe von Spielern/Spielerinnen günstig/umsonst (?) an diese Bälle gelangt und sie vielleicht aus Privatrunden stammen, wo man ohne Zeitdruck und Stableford-Rechnereien einfach nur „Strecke“ macht. Es bleibt aber die Gefahr, dass der Kopf dieses Denkmuster nicht ausblenden kann und der Schwung bei gleichem gespielten Ball logischerweise auch in einer Turnierrunde die nötige Stabilität vermissen lässt. Hier würde ich den angesprochenen Golfern/-innen empfehlen, zu Turnieren -entgegen der sonstigen Gepflogenheit- einen erworbenen Ball zu spielen, um dadurch vielleicht mal eine gute Runde ins Clubhause zu bringen.

3. Der Allgemeinzustand der gespielten Bälle

Manchmal war ich bei Auffindesituationen total verunsichert, da mir nicht klar war, ob ich im Club-Sekretariat anrufen soll, um schnell eine Absperrung bestimmter Bereiche der Anlage anzuregen, denn ich hatte den Eindruck, dass schon die Römer oder noch ältere Generationen unserer Spezies Golf gespielt haben müssen, denn das geschätzte Alter dieser Bälle war für mich nicht mehr im Ansatz klassifizierbar. Rillen, abgeplatzte Schalenteilchen, undefinierbare Schriftfragmente wie z.B. „--allow“ oder “-- ighte“ und ein auffällig poröses Gesamtgefühl beim Handkontakt hatten mich zu dieser Annahme verleitet. 

Letztlich habe ich mich überzeugt, dass es aber doch wohl Golfer der Neuzeit gewesen sein dürften, die wahrscheinlich -nur mit anderem Untersuchungsgegenstand beschäftigt- Grenzen austesten wollten, was noch geht, wenn eigentlich die Physik sagt, das Grenzbereiche überschritten sind. Ich wäre interessiert, mich mit diesen „Golfwissenschaftlern“ mal auszutauschen ☺.

4. Die Farbe der Bälle

Der klassische Ball mag vielleicht weiß oder nach einigen Flugkilometern cremefarben sein. So wie immer häufiger gewagte farbige Outfits sind auch vermehrt farbige Golfbälle im Umlauf.

Ich kann mir bei den Herren der Schöpfung bildhaft nur ganz wenige Individualisten vorstellen, die die gewagte Kombi einer auffallenden Bekleidung mit schrillen Ballfarben zum Wohl des eigenen Spiels zu verbinden verstehen.

Meine Empfehlung: Bunte Bälle sollten nur diejenigen spielen, deren innere Ausgeglichenheit jegliche Ablenkung ausblenden kann! ☺

Fazit:

Im Golfsport ist neben Talent, Training, der körperlichen Fitness, der Fähigkeit, sich über einen langen Zeitraum konzentrieren zu können auch das Equipment von Bedeutung, zu dem auch die richtige Ballwahl zählt, die individuell abgestimmt sein sollte, da jeder Ball -so sagt und liest man- andere vorrangige Eigenschaften haben soll. 

Mir erschließen sich diese Unterschiede nicht. Besser, ich fühle sie nicht!! Wenn wundert dies aber, spüre ich mit meinen Füßen doch auch keine Neigungen auf den Grüns, wenn es nur um Nuancen geht. Unser Head-Pro im Club spürt das nach eigenen Bekundungen. Somit erklärt sich auch in Teilbereichen, weshalb er besser Golf leben kann als die meisten von uns. Wahrscheinlich spürt er auch die Feinheiten der unterschiedlichen Bälle, die mir wohl ewig verborgen bleiben werden, wie vielen anderen auch

In diesem Sinne

Allen weiterhin ein schönes Golfspiel mit den 10 ultimativen TOP-Tipps zur Wahl des Golfballes zum Schluss:

Top-10-Tipps zum Thema GOLFBALL

  1. Spiele nur solche Bälle, deren Flugeigenschaften du vertrauen kannst (= meide Bälle der Firmen T… und C….)!
  2. Trenne dich rechtzeitig von Bällen, bevor deren Aggregatzustand ein Eigenleben entwickelt!
  3. Überschätze nicht deine Längen, zumal wenn der Ballzustand dies physikalisch nicht zulässt. (Suche also schon 30 Meter vorher auf der Linie des Ballfluges!!)
  4. Bunte Bälle sollte nur spielen, wer sich schminkt ☺!
  5. Kontrolliere deine Sehstärke, denn sonst sind diverse Fundstellen knapp neben dem Fairway nicht erklärbar (Tipp: Brille & Meer (in Bad Zwischenahn) einfach mal einen Termin machen. Unser Johann Kopp hilft!!)
  6. Markiere die Bälle nur so dezent, dass das Gehirn die Infos während des Schwunges nicht als Irritation empfindet!
  7. Ballverluste sind kostenneutral, wenn man während einer Runde den Blick auch mal nach rechts oder links schweifen lässt!!
  8. Spiele keine Bälle der Marke DRIVINGRANCH, da sonst leicht Folgerungen bei den Themen Divots und Pitchmarken entstehen könnten. Ganz besondere Vorsicht ist beim Markieren dieser Bälle angesagt, wenn auch andere Bälle gleiche Markierungen haben!
  9. Spiele nur teure Bälle, wenn das Feeling auch nachvollziehbar spürbar ist oder spiele bewusst teure Bälle, um eine „lange Beziehung“ anzustreben.
  10. Der Tipp aller Tipps: Bringe einfach den Ball von der Bahn 1 wieder mit ins Clubhaus!!!!!

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