Berichte über das Clubleben und die Turniere

Sie können hier mehr über die Ereignisse eines Turniertages und das Clubleben lesen.

Irlandreise der MoGo's 2016

Wenn jemand eine Reise macht....

.... dann hat er was zu erzählen.

Bericht von Volker Döbus

 

Schon vor einigen Monaten ist der Gedanke geboren: Was haltet Ihr davon mit einer Gruppe für ein paar Tage zum Golfspielen zu fahren. Etwas weiter weg und nicht alltäglich. Wie sollte der Rahmen sein? Wieviele Tage, welche Region, fliegen oder fahren? Eher ein einfaches Hotel oder reichen 3 Sterne? Wer kann mit dabei sein, wen sollte man fragen? 

Geboren aus den MoGo`s und unter der Führung von Klaus Bischoff bildet sich schnell der Kern der Reisegruppe und auch die Eckdaten sind bald klar: ca. 5-6 Tage, Standardhotel und reichlich Golf in Irland  !

Die Mitfahrer sind auch festgelegt: Klaus Bischoff, Volker Döbus, Volkhard Klein, Uwe Schwenk-Horn, August Lehmann, Horst Linnemann.

Wir wollen am 5. September starten und am 10. September 2016 zurückkommen und es geht nach Irland. In die Gegend bzw. zu den Golfplätzen rund um Dublin. Es sollen klassische „Links-Plätze“ und solche mit einer Parkland-Umgebung sein. Die Auswahl fällt auf Corballis Links, (der noch am Anreisetag gespielt werden soll. Dazu später mehr.), The Island, St. Margarets, St. Anne`s und Portmarnock Links. 

Nun geht es los. Sehr früh aufstehen und pünktlich um sechs Uhr morgens auf dem Parkplatz von Golf in Hude sein. Mit dem Bus beginnt die Reise. Vom Flughafen Hamburg geht es, schon verspätet, nach Dublin. Hier folgen die üblichen Aufgaben jeder Flugreise heute: Einreise und Zoll, Koffer und Golfgepäck abholen, ab zur Autovermietung. Wir haben jetzt schon fast eine Stunde Verspätung und eine Verbesserung der Situation ist  nicht zu erwarten. Statt dessen steht für unseren Fahrer Klaus der ungewohnte Linksverkehr an und will gemeistert werden. Mit der Einen oder Anderen Sonderschleife wird das Hotel gefunden und wir sind zum ersten Mal positiv überrascht: ein schon etwas älteres Haus aber in jeder Hinsicht komplett. Bar, Restaurant, Pool und Sauna. Wir aber haben keine Zeit, Corballis Links soll ja heute noch gespielt werden und wir haben eine Stunde Verspätung.

Ein Anruf beruhigt uns. Alles kein Problem, wir können auch verspätet abschlagen. Der Platz ist von seiner Papierform mit 4800 Metern etwas kürzer als sonst. Wir bekommen aber schnell einen Eindruck davon, wie hier Golf gespielt wird: kein Schnick-Schnack, tiefes Rough und schnelle Grüns. Wir werden steile Wege und hohe Dünenhügel von Spielbahn zu Spielbahn geführt und schon dies ist sehr fordernd. Entschädigt werden wir von einem gut gepflegten Platz, der unmittelbar an der Küste und am Strand liegt.  

Unser Tag hat nun auch schon mehr als 14 Stunden, wir wollen eine Dusche und haben Hunger. Also zunächst ins Hotel? Schon auf dem Weg wird es uns klar: Wir sind noch immer spät dran und müssen schon unterwegs etwas zu Essen finden. Erste und einzige Möglichkeit ist „Kentucky Fried Chicken“. Hotel und Dusche müssen warten, Guinness und Lager werden später auch noch da sein. 

Nach der ersten Nacht und einem „Full Irish Breakfast“ beginnt ein neuer Golftag. Es steht für heute mit „The Island“ wieder ein Links-Cours an. Die Beine sind aber noch etwas müde und auch der Rücken mag sich noch nicht so recht zu drehen. Hilft nicht, wir müssen da durch.

An diesem Tag hat ein bekannter Golf-Ausrüster die Professionals der Region zum Testen und spielen eingeladen. Sie starten nach uns und wir wollen ja ein ordentliches Bild abgeben. Der Platz ist gut 6000 Meter lang und wir finden hier „Links Golf at it´s best“. Eingerahmt vom Meer und mit dichtem Rough versehen erleben wir herrliche Fairways und super schnelle Grüns. Zu unserer Überraschung sind die Grün so geformt, dass sie nicht etwa, wie bei uns meist, von kleinen Hügelchen eingerahmt sind, sondern im Gegenteil ist meist das Grün der höchste Punkt. Ist dann ein Ball etwas zu schnell, findet man sich leicht mehrere Meter von Grün entfernt wieder. 

Keine Golfberichterstattung kommt ohne die Erwähnung des Wetters aus, auch dieser Bericht nicht. Entgegen allen Warnungen und Befürchtungen im Vorfeld war das Wetter bis dahin fantastisch. Wir hatten nun schon den zweiten Tag angenehme Temperaturen, Sonne, einige Wolken. Es war kaum besser zu wünschen und sollte noch so bleiben. 

Für diesen Abend war dann der Besuch eines „typischen“ Lokals angesagt. Unsere Wahl fiel auf „The Abbey Tavern“. Urige Umgebung, frisches Guinness, gutes Essen und nette Gäste. In solcher Umgebung kann ein Golftag zu Ende gehen. 

Heute ist, zu meiner besonderen Freude, ein Parkland-Cours angesagt. Unser Ziel ist der „St.Margarets Golf and Country Club“. Der Platz besteht schon seit 1890, wurde erneuert und ergänzt. Ein aktuelles Clubhaus mit Restaurant bilden einen wunderschönen Rahmen.

Im Gegensatz zu den Plätzen zuvor, ist hier der Golfplatz in einen Park eingebettet oder auch umgekehrt ist die Parklandschaft um die Spielbahnen herum errichtet worden. So oder so, gelegentlich kommt man sich wie bei einem Spaziergang vor. 

Auch wenn es keine Roughs gibt, die Blätter der doppelten Baumreihen bilden einen ebenso undurchdringliches Hindernis. Der Ball muss ganz flach (aber nicht zu lang) oder ganz hoch (aber doch lang genug) gespielt werden. Dies ist hier die Devise. 

Den Abschluss des Golftages bildete ein „kleiner“ Nachmittags-Snack. Von den moderaten Preisen verführt, wurden Gerichte wie Hamburger oder Clubsandwich bestellt. Die Überraschung waren üppige Portionen und der folgende Vorsatz „Heute Abend brauche ich nichts mehr zu essen“. Wir werden sehen….

Für den Abend stand ein Besuch im Kneipenviertel Dublins, „Temple Bar“, auf dem Programm. Da die städtischen Busfahrer im Streik waren, nutzten wir die Bahn als Alternative. Nach Hilfestellung durch verschiedene Einheimische und das intensive Studium des Fahrplans sind wir ohne Schwierigkeiten zu unserem Ziel gekommen und hier konnte einen Abend lang bei Bier und Livemusik gefeiert werden. Verschiedene Bars  und Clubs stand auf der Besuchsliste und natürlich auch ein Restaurant in dem alle auch noch etwas essbares gefunden haben. Gegessen wurde im „The Auld Dubliner“ und in der „Temple Bar“ bei Bier und Livemusik verbrachten wir einen schönen Abend.

Unser nächster Golftag hielt dann eine weitere Herausforderung für uns bereit: St. Anne`s Golf Links. Ordentliche Windgeschwindigkeiten und erstmals etwas Regen zum Abschlag. Zunächst aber konnten wir auf den für uns vorbereiteten Abschlägen der Driving Range die noch müden Gelenke in Bewegung bringen. Allerdings, wer glaubte die ca. 150 m lange Range könne sich als zu kurz herausstellen sah sich getäuscht. Der Gegenwind machte alle Versuche das Ende der Range zu erreichen zunichte. 

Auch hier bekamen wir unsere spielerischen Grenzen deutlich gemacht. Perfekte Fairways, mal mit - mal gegen den Wind und gnadenlose Grüns machten die Runde zu einer echten Herausforderung.  

Die letzte Golfprüfung erwartete uns dann bei Portmarnock Hotel & Golf Links. Und diese Aufgabe sollte alle vorangegangenen in den Schatten stellen. Die Anlage ist im Aussenbereich in der Fertigstellung und wie wir später feststellen konnten verspricht das edel aufgemachte Ambiente nicht zuviel. Die Preise sind in allen Bereichen entsprechend aber durchaus angemessen.

Zunächst hatten sich aber die Wetterbedingungen nochmals deutlich verschärft und ab der Mittagszeit sollte zu dem starken Wind auch noch Regen hinzu kommen. Hier war schon mehr als einmal die Entfernung zwischen Abschlag und dem Beginn des Fairways eine große Aufgabe.  

Es gibt Grüns die ganze Scharen von Bunkern um sich versammelt haben oder blinde Schläge die das Wiederfinden des Balles zum Glücksspiel werden lassen. Ein ums andere Mal ist man gezwungen gleich einen zweiten oder dritten Ball zu spielen oder um den Spielfluss aufrecht zu erhalten den Ball im Rough aufzugeben und einen neuen Ball ins Spiel zu bringen. Nicht ganz regelgerecht aber nicht zu ändern. Wie schon gesagt, eine echte Herausforderung. 

Und nun, schon der letzte Abend. Zeit für einen Rückblick. Der Rahmen hat gestimmt, der wirklich wichtige Teil aber war GOLF. Alle Plätze die in den letzten Tagen zu spielen waren, kann man als „besonders“ bezeichnen. Links Kurse, die so direkt am Strand entlang führen, als wollte man einen Badeurlaub machen. Oder ein Platzdesign, das mehr als einmal blinde Schläge verlangt. Fairways, die in Verbindung mit dem vorherrschenden Wind fast jeden Abschlag zur Aufgabe machen und Grüns die sehr, sehr schnell sind. Dies alles in einer Qualität die immer wieder überrascht. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. 

Für uns gab es für den letzten Abend eine Empfehlung eines Taxifahrers: "the cock and bull“ in Raheny. Bei der Ankunft hätte keiner von uns geglaubt, hier ein Lokal zu finden, das für uns geeignet wäre. Einmal mehr eine Überraschung. Hinter der unspektakulären Fassade versteckte sich ein wirklich grosses Lokal mit einfacher aber sehr leckerer Küche. Und auch am Tresen gab es keine offenen Wünsche. Was folgt, ist eine kurze Nacht. Der Weg nach hause, wie schon wie schon die gesamten Reise, hat wunderbar geklappt und wir Mitfahrer können uns für Planung wie Durchführung bei Klaus Bischoff bedanken. Sicher ist aber schon jetzt, wir alle sind im nächsten Jahr wieder dabei. Mal sehen wo es dann hingeht….

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